Von Bam sind wir weiter zur Grenze nach Zahedan gefahren. Die zwei Tage mit Krin und Shoheila haben uns gut getan. Wir konnten uns uns gut erholen, den Bus checken (Benzinpumpe und Fettnippel der Lenkung schmieren), und uns über Pakistan und Indien austauschen. ( Die Beiden sind von Indien über Pakistan auf der Rückreise).
In Bam haben wir noch 50l Benzin in Reservekanistern gebunkert, denn es ist mühsam, nach der Irangrenze anständiges Benzin zu finden, es wird viel Benzin nach Pakistan geschmuggelt, da es viel billiger ist im Iran, als in Pakistan.
Die iranische Polizei-Eskorte hatte uns in Bam verloren, so starteten wir mit Elan in diesen Tag, wir hofften möglichst schnell die Grenze zu erreichen. Doch nach rund 30 km wurden wir gestoppt. Wir wurden von der Polizei zu einem Checkpoint eskortiert, wo wir von den schon bekannten Couple mit der Vespa empfangen wurden. Ein Italiener und eine Kanadierin auf einer Vespa sind auch auf dem Weg nach Indien. Nun wurden wir von einer Eskorte nach der anderen durch Belutschistan begleitet. Bei jeder Übergabe mussten wir lange warten, entweder war die nächste Eskorte nicht da oder wir verloren viel Zeit mit Schreiberei, jedesmal wurden unsere Pässe weitergereicht. Leider erreichten wir die Grenze nicht und mussten in Zahedan auf einem Hotelparkplatz übernachten.
Die letzten 80 km zur Grenze mussten wir am nächsten Tag zurücklegen. An der Grenze hat ein iranischer Polizeimann all unser Papierkram erledigt und nach 1 Stunde hatten wir die iranische Borderstation passiert. Welcome in Pakistan!!
Auf pakistanischer Seite (in Taftan) wurden wir schnell ins Custom House begleitet, wo wir noch das Carnet de passage (Dokument für das Auto)erledigten und die Militäreskorte (Levies Force )für den nächsten Tag besprachen. Auch gab es Chai und wir wurden von allen liebevoll empfangen. Am Abend machten wir eine Pfanne Rissotto mit Steinpilzen und luden Paolo und Lindsey zum „Znacht“ ein.
Am nächsten Morgen machte ich zusammen mit Michael Fotos von den komplett verzierten Pakistanischen Lastwagen. Dann die grosse Ernüchterung!! All meine Benzin-Reservekanister wurden uns während der Nacht aus dem Estafette gestohlen, das Türschloss aufgebrochen – welcome in Pakistan!!!! Nun mussten wir halt unterwegs nach Quetta Benzin kaufen.
Wir beschlossen die Strecke an der afgahnischen Grenze entlang mit der Vespa zusammen zurückzulegen und machten Station in Dalbandin und Nushky, wo wir jeweils auf der Police-Station übernachteten- wirklich „wunderschöne“ Plätze. Die Polizisten haben uns sehr freundlich empfangen. Auf dem Streckenabschnitt von Tavtan wurden wir von diversen Polizeieskorten begleitet, meistens sass ein bewaffneter Polizist in meiner Estafette, am Schluss wurden wir von einem Toyota-Pickup mit bewaffneten Polizisten nach Quetta eskortiert. Auf dieser Strecke, mit zwei Pässen durch Wüste mit wunderbaren, bewässerten Oasen haben wir um die 500 Landschafts-bilder gemacht. Die Strasse durch diese beeindruckende Landschaft war „hervorragend“ schlecht. Schlaglöcher wie Bombenkrater, Schotterpisten mit Schlaglöcher wie Bombenkrater und wunderbar, geteerte Luxuspisten ohne Schlaglöchern wie Bombenkrater, dafür mit Bodenwellen wie Flutwellen. Unsere Pneus haben all diese widrigen Umstände weggesteckt und, die nächsten Etappen stehen vor uns – 1200 km nach Lahore.
werni & silvana
danke für den GuteNacht Krimi… und hebet eu Sorg..