28.07.13
Die letzte Nacht in Kazakhstan verbringen wir nahe der Grenze an einem kleinen See. Fischen mit Michael ist angesagt, doch bald verlieren wir Schwimmer und Hacken. Michael hat ja die Angelrute von Peter in Goa auf seinen Geburi gekriegt. Da diese aber schon in Afrika war, wäre es an der Zeit mal den nun brüchigen Silk zu wechseln.
Genau als die Lichter im Estafette ausgehen, gesellt sich eine lärmige Gruppe junger Kazachen zu unserem Bus, klopfen an die Scheibe – ein Glas Wodka wird gereicht. Die Jungs saufen wie Weltmeister, Musik dröhnt aus dem Auto, schlafen ist unmöglich. Zum Glück beginnt es bald zu regnen, die Jungs ziehen ab, laden jedoch noch unseren Camping-Tisch mit dem Saufgelage auf einen Toyota Pick-up. Doch rund eine Stunde später wird er mit Hupen und Getöse wieder bei uns abgeladen – endlich können wir einschlafen. Die Grenze zu Russland passieren wir am nächsten Tag unbürokratisch in rund einer Stunde, mit der letzten „Kazakhstan Kohle“ kaufen wir noch eine Flasche Wodka.
Wir sind in Russia!!!
In Russland ändert sich auch die Zivilisation. Es gibt schmucke Restaurants, teilweise sogar mit WiFi, wo man essen und schlafen kann. Auch die Strassen werden langsam besser, leider nur teilweise – eine Wohltat für unsere Estafette. Über Samara fahren wir der Wolga entlang durch eine grüne, fruchtbare Ebene mit blühenden riesigen Sonnenblumenfeldern, nach Saratov. Hier wollen wir die Stadt besichtigen, Geld wechseln, ein wenig Russland erkunden. In Saratov besichtigen wir eine schmucke Kirche, auf dem Weg zur Altstadt entdecken wir eine grosse Renault Vertretung. Wir werden herzkich empfangen, nach einem „Small Talk“ verlassen wir die Ausstellungshalle mit einer Miniatur Collection von Renault für Michael und einer Renault-Kappe für Werni. Kurze Zeit später, spazieren wir durch die Fussgängerzone, die Geschäfte sind alle offen, wir steuern den Mc. Donald an, es gibt free WiFi. Geldwechseln scheint ein Problem zu sein, unsere Karten werden nicht akzeptiert. Wir fahren zum Wolgaufer, wo viele Einheimische flanieren und in schmucken Restaurants trinken und essen. Wir verspeisen am Bord der Wolga unser mitgebrachtes Poulet. Nach einem Feierabend-Bier fahren wir zur Stadt hinaus, suchen den Weg nach Voronezh. Bei der ersten Rasttätte stellen wir unser Nachtlager inmitten von ausrangierten, alten Lastwagen und Baumaschinen auf. Wir wollen früh schlafen um morgen ins 360 km entfernte Voronezh zu fahren.
Good night