Leider konnten wir die die zwei Nächte nicht in diesem schönen Park in Tehran verbringen, die Polizei schloss ihn nach Mitternacht. Die erste Nacht verbrachten wir trotzdem im Park, mit Einwilligung des ansässigem Hotel, auf dem ruhigen Hotelparkplatz. Die zweite Nacht verbrachten wir nach dem wunderbaren Nachtessen bei Sadegh`Familie ausserhalb des Parkes auf einem ruhigen Parkplatz.
Am Frühen Morgen fuhren wir durch Tehran`s Highways, es herrschte ein riesiges Verkehrschaos. Die Iraner kennen weder Rotlichter, Fussgängerstreifen, Vorfahrtsregeln und sonstige Manieren auf der Strasse. Man fährt nach dem Motto -niemand kann mich von meiner Bahn abringen!!
Nach einer aufreibenden anstrengenden Fahrt durch Tehran erreichten wir die Ring-Autobahn nach Qom- Isfahan. Nach 150 km erreichten wir Qom, das Religiöse Zentrum des Irans. Die Frauen trugen fast ausnahmslos schwarze Kleidung und Schleier.
Wir beschlossen weiterzufahren und übernachteten bei einer Autobahnraststätte vor Kashan. Wir stellten unsen Estafette auf einen riesigen Platz, wo wir noch mit Michael Feuerball spielen konnten. Kaum angekommen wurden wir zu Chaitrinken und Wasserpfeiferauchen eingeladen.
Am nächsten Morgen fuhren wir nach Kashan. Der Weg führte der Wüste entlang, gesäumt von riesigen Salzseen. In Kashan nächtigten wir zwei Tage im Hotel – das erste Mal seit Istanbul.
Kashan ist eine übersichtliche Kleinstadt mit einem wunderschönen Basar. Wir besuchten die restaurierten Bürgerhäuser und das Badehaus. Hier trafen wir auf Vreni und Andy, die mit dem Fahrrad seit 7 Monaten unterwegs nach Indien sind. Wir verbrachten den letzten Abend gemeinsam bei einem traditionellen, persischen Essen.
Am späten Morgen machten wir uns auf den Weg nach Nantanz, die Strasse war gesäumt von Militäreinrichtungen (hier baut Iran sein international umstittenes neues Atomzentrum.) Mitten in diesem Gebiet verlor ich die Auspuffanlage, konnte sie doch nach dem Abkühlen wieder anschrauben, nach einer halben Stunde gings weiter. Wir machten einen Abstecher in die Berge und besuchten das wunderschöne Dorf Abyaneh. Die Bewohner dieses Dorfes wehrten sich lange gegen die Islamisierung. Sie bekannten sich zur Lehre Zarathustras. Hier sprechen die Leute einen altertümlichen Dialekt und die Frauen sind bunt gekleidet und tragen meist keinen Chador. Als wir nach unserem Abstecher wieder auf die Hauptstrasse kamen, trafen wir die zwei Schweizer wieder. Wir hatten das gleiche Etappenziel- Nantanz. In Natanz stellten wir nach unseren Einkäufen den Bus bei einer Mosche mit integriertem Friedhof auf. Nach dem Essen besuchte uns eine afgahnische Familie, die in der Moscheanlage wohnte, in unserem Bus. Wir zeigten Ihnen unser Reich. Staunend bewunderten sie unsere „Wohnung“- hier im Iran sind Camper nicht zu sehen. Nach Fotos machen und Familienstudien (wieviele Kinder, wie alt, usw ) wurde Silvana mit Michi zu ihrem Haus eingeladen. Nach einer Stunde kamen sie zurück, beschenkt mit Safran und Früchten, die ganze Familie bestaunte nochmals unsere rollende Wohnung. Wir verbrachten eine ruhige Nacht und morgens konnten wir warm duschen, unsere Wasserkanister auffüllen und weiter ging`s.
Die beiden Schweizer sahen wir bald neben der Autobahn trampeln, sie waren erst spät in Nantanz angekommen und haben todmüde in einem Hotel geschlafen. Wir konnten nochmals mit ihnen ein paar Minuten sprechen, dann ging’s über die Autobahn nach Isfahan. In Isfahan fanden wir ohne Probleme das Hotel Amir Kabir, wo wir unseren Bus in einem abggeschlossenen Parkplatz unterstellen konnten. Drei Nächte verbrachten wir in diesem “ Hotel“ (die Hotels entsprechen nicht dem westlichen Standard). In Isfahan haben wir viele Sehenswürdigkeiten besucht, natürlich auch die „Blaue Moschee“.
Hallo zusammen
So lange nichts mehr gehört und jetzt bekommt man schon fast eine vollständige Bettlektüre.
Ich sehe euch geht es gut und das freut uns sehr. Die Bilder sind einfach super und es macht richtig Spass auf die Seite zu kommen. Man reisst schon fast etwas mit…
Bin eingetlich fast froh habe ich keinen Estafette mehr 😉
Hoffe Silvana bekommt ähnlich viel Aufmerksamkeit wie die blaue Kiste….;-)
Machts ganz gut
c