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Kashgar – China

02.07.2013  Nach  einer wunderschönen Fahrt durch die Berge erreichen wir Kashgar, eine moderne Metropole Chinas. Hier treffen die verschiedenen Kulturen Asiens aufeinander, da Kashgar an der Silk-Road liegt- Türken, Pakistani, Taschiken, Chinesen usw. dieser Mix macht Kashgar speziell, ist nicht wirklich chinesisch!! wir geniessen die drei Tage im Hotel Seman – haben Internet in John’s Café- doch leider ist Facebook und auch unser Blog gesperrt.

Wir flanieren durch die Strassen- wir sind zurück in der Konsumwelt-Shopping ist angesagt! Auch beim Essen wird geschlemmt, am 2.ten Abend werden wir von Abdulraham, dem Chef der Travel-Agency zum Nachtessen eingeladen. Siehe Bilder im Blog, das Essen war spitze!!! Michael ergatterte sich noch eine Schachtel Chinise-Legos- für Silvana ein paar schicke Schuhe!! Francis, ein Australier, ist in Kashgar wieder zu uns gestossen, Nach Islamabad haben wir ihn nun zum 4ten Mal angetroffen. Wir besuchen noch zusammen den Nachtmarkt von Kashgar . Am letzten Abend essen wir in einem pakistanischen Strassenrestaurant feine Fleischspiesse und Lakhman, ein typisches pakistanisches Nudelgericht- lecker!! Am nächsten Morgen heisst es Abschied nehmen von China , unser Guide erscheint um 7.30 im Hotel und fordert uns auf, möglichst schnell abzufahren, da die Grenze früh schliessen würde, da es Freitag sei. Der Weg führt hoch zum Tourgat Pass, auf ca. 3500 m.ü.M. zur Grenze Kirgistans. etwa 10 km vor der Grenze stoppen wir in dieser eindrücklichen Berglandschaft, unsere Freunde im Land Rover und der chinesische Guide sind weg. Wir kochen uns Omelettes, eine vorbeiziehende Jak-Herde fordert unsere Kamera heraus, wir geniessen den letzten Lunch auf chinesischem Boden. Bald tauchen unsere Freunde wieder auf, der chinesische Guide ist verärgert. Wir fahren die letzten Kilometer zur Grenze, nun bemerken den Grund, warum unser Guide uns an die Grenze gestresst hat. Eine holländische Reisegruppe erwartet den Guide, um nach Kashgar zurück zu fahren. Ein kurzes trockenes Händeschütteln und das chinesische Grenztor öffnet sich, 5 Tage China sind vorbei!!

Ich glaube, China hat seinen Reiz, doch mit dem eigenen Fahrzeug sind  Grenzen gesetzt- die Fahr-Bewilligung ist so teuer, das man das Land nicht wirklich erleben kann. China ist speziell- braucht  Zeit, um die Menschen und Sitten zu verstehen.

Werni & Silvana & Michi

China- wir kommen!

Am Chinesischen Zoll ändert sich die Situation. Es heisst -stop!!- wait!!! Die Chinesen sprechen kein English! Doch wir meistern auch diese Situationen – die chinesischen Zollformalitäten sind schon speziell. Nach ca. 150 km Niemandsland erreichen wir Taschkurgan, Custom und Immigration, hier werden unsere Autos erst mal desinfiziert, dann werden sie gründlich inspiziert. Endlich können wir unsere Pässe abstempeln- für die Durchsuchung und Desinfektion müssen wir bezahlen , ca. 20 Dollars für zwei Fahrzeuge!! Das Desinfektionsmittel entpuppt sich als reines Wasser!!- hab’s getestet! Desinfektion nach 150 Km China – ein Witz??? Die Frauen und die Kinder müssen noch die Polioimpfung bestätigen, sonst werden sie zwangsgeimpft, wir Fahrer müssen meistens bei unseren Fahrzeugen verweilen und warten. Endlich haben wir es geschafft, doch leider ist die Kontrollstelle für die Autos bereits geschlossen, wir müssen die Fahrzeuge im Custom-Office stehen lassen und zu Fuss ins 3 km entfernte Hotel laufen! Am nächsten Morgen werden noch die Chassis-Nummer und die Motoren Nummer kontroliert- nach 2 Stunden Warten haben wir die letzte Hürde überwunden- wirkönnen nach Kashgar weiterfahren. In China darf man nicht ohne Permission fahren, wir erhalten chinesische Nummernschilder, eine chinesische Driver-License und ein chinesischer Guide fährt durch ganz China mit uns mit, er erledigt den ganzen Papierkram mit den Behörden. In Nepal haben wir eine chinesische Agentur beauftragt, uns die Bewilligungen für die Durchfahrt zu organisieren. nach rund eineinhalb Monaten sind die Bewilligungen endlich eingetroffen. Am 1. Juli Einreise5 Tage China über Kashgar nach Kirgistan –  2030$ pro Auto!!!!! -eine Frechheit, aber leider der einzige Weg,  ohne durch die heissen Wüsten von Pakistan und Iran zu reisen. Unser chinesischer Guide erweist sich als Stresskopf!!-ich werde später darüber berichten!

Werni & Silvana & Michi