Wir haben Kerman (24.11.12) verlassen. Mit einer Bekanntschaft reicher. Am Tag, bevor wir abreisten, sind nämlich ein junges französisches Pärchen, Olivier und Olivia, eingetroffen mit einem Renault Saviem TRM 4000 (ein riesen Ding). Auch haben sie zwei Schäferhunde dabei. Sie wollen auch weiter nach Indien und sogar weiter nach Australien, um dort zu arbeiten.
Wir hatten endlich wieder Gelegenheit uns auszutausen. Auch nutzen wir diesen sonnigen Tag aus, um unsere Wäsche zu erledigen. Am nächsten Tag verabschiedeten wir uns von den Franzosen und den Hotelbesitzern, mit Küsschen von der Patronin für mich, Adressen für ähnliche Hotels in Bam für Werni und Drücker für Michael, verliessen wir das Hotel. Natürlich fuhren wir in die falsche Richtung…mitten ins Getümmel des Muharamfestes…Werni wollte schon die Estafette verlassen (und uns auch) und aussteigen… Zum Glück hielt er durch und mit Hilfe von hilfsbereiten, jungen Iranern, die vorfuhren bis wir auf der richtigen Bahn waren, fanden wir den Weg raus aus Kerman.
Im Getümmel sind wir an einem an den Krieg erinnernden Brunnen (Soldat mit Rakrohr) vorbei gefahren…und zur Feier des Tages war das Wasser sogar rot gefärbt..überhaupt nicht mein Geschmack.
Was aber auffiehl ist die Hilfsbereitschaft der Fahrer, die uns sofort den Weg zeigten, auch die Neugierde von wo wir herkommen wollen sie wissen und immer wieder hören wir you are welcome….
Wir fuhren dann ca. 200 km Richtung Bam an einer einsamen, wüstenähnlichen Landschaft vorbei mit wenigen Oasen und in der Weite sahen wir schneebedeckte Berge…die über Viertausender. Werni meinte, es sei Zeit für wärmere Länder.
In Bam angekommen sahen wir viele Palmen und wir suchten das Guesthouse, das im Führer empfohlen wird. Nachdem es einige Missverständisse gab in Sachen Preis, hatten wir uns geeinigt, aber der Besitzer zeigte sich jetzt von der sauren Seite….Wir sind dann bis zur Zitadelle (eine Stunde mindestens..) gelaufen eine wunderschöne Festung und Weltkultur Erbe, aber leider seit 2003 ziemlich durch ein katasrophales Erdbeben zerstört….wir standen vor verschlossenen Toren. So beschlossen wir am nächsetn Tag hinzugehen.
Beim Zurücklaufen bemerkten wie ein Auto, dass uns verfolgte und als wir einen Halt in einer Imbissstube machten, stellte sich ein junger Mann in Armeekleidern vor, er und ein anderer Beamte eskortiere (Police- Escort) uns…willkommen in Beluschistan.
Im Guesthouse angekommen gingen wir früh zu Bett. Wir hörten und sahen noch, wie sich ein grosser Mercedesbus durch das enge Tor zwängte…Holländer juhui- kaum zu glauben. Wir freuten uns und am nächsten Morgen sassen wir lange zusammen. Wir fragten viel, denn sie kamen gerade von der pakistanischen Grenze.
Michael hat Soheila (Freundin mit jordanischen Wurzeln von Krin) sofort in Beschlag genommen und sie speilten miteinander Fangis und putzten zusammen die Zähne. Als das Pärchen, hörte, dass wir nur fünf Dollar bezahlten und der Guesthousebesitzer von ihnen für die gleiche Dienstleistung zwanzig verlangte, war der Mist geführt und er -der Guesthousebesitzer, war dann vollends beleidigt und froh, dass wir endlich gingen.
Wir machten uns gemeinsam mit den Holländern und der Eskorte auf zu den Zitadellen. Die Festung und die alte Lehmstadt ist in ihren Umrissen erkennbar und auch verschiedenste Mauern sind wieder aufgebaut, aber sie ist immer noch sehr zerstört und wir können nur erahnen, was die Katastrophe bewirkt hat und viel Arbeit noch gemacht werden muss, um sie in ihren „Originalzustand“ herzurichten.
Gemeinsam fahren wir auf den Parkplatz vom Hotel Arkadi und dort dürfen wir für 5USD unsere Camper stehen lassen, duschen, Compi aufladen und natürlich Toilette benutzen…..Wir bekochten uns gegenseitig, Michael spielte mit Soheila, ging ein paarmal mit den Hunden laufen (er hat keine Angst mehr und durfte selber einen an der Leine führen -die Hündin ist elfjährig und sehr gemütlich ) und Werni lag seit langem wieder mal unter der Estafette..und machte den grossen Service.
so das wärs für heute…tschüss allerseits..bis zum nächsten mal
Silvana&Werni&Michael