Archiv der Kategorie: Bulgarien

Abfahrtbereit 17.9.2012

Hallo ihr Lieben

Unseres Wöhniglein plus Kinderzimmer sind picobello aufgeräumt. Es hat aufgehört zu regnen und es ist bewölkt und somit das ideale Wetter, um zu Reisen. Wir möchten los und ein anderes Land sehen. Die Grenze zur Türkei ist nicht mehr weit. Über Kirklareli, Babaeski, Lüleurgaz wollen wir an die Schwarzmeehrküste nach Kiyiköy und dort einen Camping suchen.

Also schreibt uns fleissig zurück wir freuen uns über eure comments;-)))

tschüss bis bald

Silvana, Werni, Michael

Von Lei zu Lew Teil II

Wo waren wir…

Ach j,a lieber Till danke für deinen Tipp, wo es ganz schön wäre am schwarzen Meer. Wir haben ein Ziel und fahren so um 10.00 Uhr weg von der schönen Alp, von Bobyca und den Vulcani norolosi.

Bald wird es recht warm bis heiss. Der Wald ist weg und wir fahren an vielen Stoppelfeldern vorbei. Wir kommen um ca. 17.00 Uhr in Vadu an und parkieren den Wagen direkt am Strand. Endlich sind wir am schwarzen Meer und bald auch schon drin.

Nach dem Schwumm koche ich und Werni grillt Würste. Unglaublich, wenn ich aus meiner „Küche“ schaue, sehe ich das Meer und wenn ich zur Eingangstüre schaue, die Sonne. Wir bleiben zwei Tage und campen mit wenigen andern Wilden wild und geniessen das Meer und die Sonne in vollen Zügen. Bis jetzt haben wir einmal Regen gehabt…und das am Mondsee in Österreich. ir brauchen das Meerwasser, um zu waschen, den Sand , um den Grill zu putzen. Wir sammeln kleine schwarz Muscheln und Michi, unser Fischer, fischt Sandflöhe.

Wir wollen weiter südlich fahren und packen alles ein…aber, aber hinten links hat unser lieber Estafette einen Platten. Ja super, im Sand aufbocken!! Aber Werni schafft das locker und wir können aufbrechen. In Constanza schalten wir einen Stopp ein, um den Hafen anzusehen. Der nächste Halt ist in Vama Veche, der letzte Ort vor der bulgarischen Grenze, wo wir auch direkt am Strand campieren können, ohne irgendwelche sanitäre Anlagen und das war nicht wirklich witzig. Der Ort wurde in unserem Führer etwas beschönigend beschrieben, aber der Reiseführer ist auch nicht mehr ganz aktuell!! Wir haben eine Ausgabe vom Jahr 2000 in den Händen (Brockenstube;-).

Wir lernen Österreicher kennen, eine junge Familie mit zwei Kinder, welche zwei Jahre unterwegs sein wollen. Leider halten es die Campierer hier gar nicht mit ordentlicher Müllentsorgung und das gefällt uns überhaupt nicht und wir fühlen uns nicht wircklich wohl. Auch möchte ich mal wieder duschen..aber das muss noch warten.

Am nächsten Tag also dali weiter nach Bulgarien. Über der Grenze merken wir sofort, wie es sauberer aussieht und die Strassenverhältnisse besser sind. Warum weiss ich nicht -überhaupt weiss ich nicht viel von diesem Land. Zum Glück haben wir den Reiseführer, wo wir uns informieren können. Wir sehen viel Wald, der zum Teil bis an die Küste reicht. Eine herrliche Kulisse so denWald mit dem Meer im Hintergrund. Wir suchen einen Camping, welcher sich bei bei Obzor befinden sollte. Die Griechen nannten diese Stadt „Heliopolis“, was so viel bedeutet wie die Sonnenstadt – das tönt doch recht interessant, darum wollen wir dort campieren. Endlich sehen wir  erleichtert das Schild, wo drauf steht „Camping Luna“ -tönt doch gut. Man muss wissen, dass Bulgarien wenige Campingplätze hat, weil diese nach der deutschen Wende nicht mehr in Anspruch genommen wurde von den Ostdeutschen und dann halt Hotels weichen mussten, welche besser rentierten.

Ja und genau das ist auch mit dem Camping Luna passiert!! Wir fahren zu einen Hotelcomplex- weil wir brav dem Schild nachgefahren sind und dürfen dann aber kehren, nachdem uns der Portier erklärt hat, dass es diesen Camping nicht mehr gibt. Der Reiseführer ist einfach nicht aktuell  und hat also so seine Tücken:-S. Wir übernachten in der Nähe von diesem 4-Stern Hotel Luna auf einem Parkplatz bei einem Restaurant, das auch bessere Zeiten erlebt hat.

Am nächsten Tag gehen wir wieder mit frischem Mut einen Camping suchen und landen hier in Sozopol auf dem Camping Golden Fish…und es ist einfach schön. Meer mit klarem Wasser, Strand, DUSCHE, Leute am Strand, Surfer, Wasserskifahrer, Parasailing- all das kann man hier machen, wenn man Lust hat.

Mit dem Bus gelangt man in zehn Minuten ins Fischerstädchen Sozopol und kann einkaufen gehen, herumschlendern, die speziellen Fischerhäuschen anschauen gehen oder einfach den Bulgaren, den vielen Touristen und dem Treiben (Kutschen, Kinder, Verkäufer…) zuschauen. Sozopol hat eine wunderschöne Altstadt, die Ursprünge gehen bis ins 7. Jh.vor Christus zurück, wurde von griechischen Seefahrern errichtet und hiess Apollonia. Es gab mal eine 13m hohe bronzene Statue von Apollo, die von den Römern abgeschleppt wurde und bis heute spurlos verschwunden ist!

Allen einen lieben Gruss und einen dicken Kuss

Silvana, Werni und Michael

 

Von Lei zu Lew

12.9.12   Teil I.

Endlich haben wir uns an die rumänische Währung gewöhnt, passieren  wir bei Vama Veche die Grenze und sind in Bulgarien. Dort wechsle ich die restlichen Lei in Lew. Sofort fällt auf, dass da weniger Müll den Strassenrand säumt. Was mich auch freut, ist die geschlossene Walddecke zum Teil bis an den Küstenrand.  Auch die Strassen sind an einem Stück geteert, was weniger Schlaglöcher bedeutet und das wiederum eine erhöhte Tempomöglichkeit.

Aber zurück nach Rumänien..

Nachdem wir Sigishoara am 3.9.12 verlassen haben, die Stadt in welcher Vlad Tepes, Sohn des Vlad Dracula, gelebt hat, nehmen wir die Spur von Dracula weiter auf und fahren an vielen, typischen siebenbürgischen Dörfern umgeben von vielem Wald nach Bran, das nach Brasov kommt. Dort machen wir einen zweitägigen Halt auf den Vampircamping (schön, mit sauberen Sanitären Anlagen). Am nächsten Tag besuchen wir das berühmte Schloss Dracula, das völlig touristisch aufgezogen ist, obwohl es ja nur im Entferntesten mit Darcula zu tun hat, wäre da nicht dieser Schriftsteller (Bram Stoker) gewesen, der die Geschichte von Dracula mit dem Schloss in Verbindung gebracht hätte.

Am 5. September fahren wir weiter. Nach Brasov machen wir einen Halt in einer festungsähnlichen Kirche bei Prejmer, wo wir staunend den mysteriösen Gängen im Gemäuer folgen. Sogar der Totenorgel sind wir begegnet, dort „entledigte“ man sich der Toten aus der Kirchenfestung.

Aber jetzt wollen wir es wissen und endlich das schwarze Meer sehen. Auf der Europakarte sieht es nach keiner Distanz aus…für eine Fahrt mit dem Senior Estafette bedeuten 180 km nach Buzau (nächste grössere Stadt) mit ca. 70 Std/km (da die Strassenverhältnisse eben rumänisch sind mit einigen Überraschungen…Gänse auf der Piste, Bodenwellen, Schlaglöcher u.s.w.) mindestens drei Stunden Fahrt mit Pausen. Weiter fehlen noch ca. 260 km. bis nach Constanta…das ist zu weit für einen Tag, also beschliessen wir die Vulcani norolosi zu besuchen, welche sich in Berca vor Buzau befinden.

Das war ein richtiger Volltreffer. Erstens: total interessant das Geblubber aus dem Erdinnern inmitten einer Mondlandschaft  und zweitens: konnten wir gleich dort übernachten, den Grill und die Infrastruktur( WiFi, WC und Bar) benutzen! Wir geniessen eine Nacht inmitten der Natur, keinen Lärm, einen Babyhund namens Bobyca ärgert unseren kleinen Michael, macht ihm seinen z’Nacht streitig, einen schönen Sonnenuntergang in den Bergen und nach einem offerierten Zwetschgenschnaps legen wir uns auf’s Ohr!!