Auf dem Murrat-Camping musste ich an meiner Estafette noch den Motor ausbauen, da der Kupplungshebel ausgerissen war und ich nur noch schlecht auskuppeln konnte. Ich konnte einen Wagenheber auslehnen, wir fuhren nach Sonnenuntergang zum Autowerkstattbezirk, wo es eine Werkstatt neben der andern gab, es brannten Oelfässer und überall waren Autos mit geöffneten Motorhauben, oder sie waren aufgebockt. Chaos pur. Ich war richtig froh, dass ich den Motor selbst aus- und wieder einbauen konnte. Nur ein Wagenheber zu organisieren war ziemlich schwierig. Endlich fanden wir einen, wie sich aber auf dem Camping herausstellte, war er im Elend-verlor Oel und hatte keine Hubkraft. Trotzdem machte ich mich an die Arbeit. Nach 3 Stunden war e rausgebaut und ich konnte den Kupplungshebel zum Schweissen bringen- Kostenpunkt 4 Euro. Mit dem Eindunkeln war ich fertig- zum Glück konnten wir (Silvana, die Motorspezialistin) den Motor wieder einfahren mit diesem“Wagenheber“.
Jetzt hatten wir neue Neuigkeiten, es war Opferfest (Bayram), 4 Tage, in Dogubayazid schlossen die Banken und die Geschäfte, wir waren wieder blockiert. Wir brauchten noch Dollars, da man im Iran kein Geld abheben kann. Ebenso erzählte man uns wiederschprüchliches zur Grenzpassage, da das Fest natürlich auch im Iran war. Am 2 Bayramtag beschlossen wir, es zu wagen!!
Die türkische Kontrolle war unproblematisch, nur unsere Estafette war mit einem Roten Balken im Computer vermerkt.
Wir mussten zur Röngtenkonrolle. Wie die Lastwagen wurde unsere Kiste durchgecheckt. Da unsere Kiste keine üblen „Krankheiten“ besass, durften wir endlich passieren. Im Iran wurden wir freundlich empfangen- Passkontrolle-Visakontrolle (Silvana’s Fotos waren unterschiedlich, man glaubte mir nicht, das sie meine Frau war- drei Beamte kontrollierten ihr Gesicht- Schleier lüften).War sie wirklich meine Frau – leichte Zweifel kamen auf, haha!!
Ich war mit meinen Fahrzeugpapieren beschäftigt- iranische Nummernschilder-ja?-nach langem Hin und her nein!!
Nach einer oberflächlichen Fahrzeugkontrolle hattens wir geschafft- dachten wir. Nun mussten wir eine Autoversicherung abschliessen-64 Dollar für zwei Monate. Nachdem noch einer an meinem Tank geschnuppert hatte, ob ich wirklich mit Benzin fahren würde, hob sich die letzte Schranke-Iran- hier sind wir. Nach rund 4 Stunden fuhren wir noch bis Maku und übernachteten bei einer Hirtenhütte. Die letzten 2 Bier wiegten uns in den Schlaf-was für ein Tag!!