Seit Tatvan sind wir leider nicht mehr häufig im Internet gelandet. Nach Tatvan haben wir in Van eine Nacht übernachtet, zuerst wollten wir uns direkt neben der grossen Burgruine aufstellen, doch der Security-Wächter öffnete uns die Parkanlage und wir konnten sicher im Park schlafen. Da ja in Van letztes Jahr ein grosses Erdbeben war, dessen Auswirkungen immer noch sichtbar waren (Containersiedlungen, zerstörte Häuser ), gibt es viele Menschen ohne Einkommen- die Kriminalität ist ein akutes Problem. Nach einer ruhigen Nacht machten wir uns auf die Suche des Paketes aus der Schweiz, das wir vor zwei Wochen bei Duja bestellt hatten.
Auf der Post war das Paket nicht auffindbar- man wollte uns auf nächste Woche vertrösten. Wir blieben hartnäckig und siehe da-nach einer halben Stunde war das Paket aufgetaucht, die halbe Post kümmerte sich um uns, es gab Äpfel für Michi und auch wurden wir zum Tee eingeladen.
Glücklich assen wir eine Pizza und öffneten unser „Wehinachtspaket“.
Wir machten uns auf den Weg nach Dogubayazid. Wir besuchten noch die Muradie Wasserfälle, die sich auf dem Weg befanden. Der Pass schien nicht mehr enden zu wollen (2100 m.ü.M), und bei der Abfahrt tauchte plötzlich der Berg Ararat auf, der höchste Berg der Türkei ( 5270 m.ü. M) auf, Silvana war hell begeistert, da sie zuerst nur eine weisse Wolke sah, was in Wirklichkeit aber Schnee war. Müde erreichten wir Dogubayazit, die grosse Grenzstadt zum Iran. Oberhalb von Dogubayazit steuerten wir den Murat-Camping an, wo wir freudig empfangen wurden.
Das wir hier eine Woche stehen würden, wussten wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht.