Iran:Isfahan-Kerman (15.11-21.11)

Nach Isfahan machten wir uns auf den Weg nach Shiraz, eine Stadt mit mehreren Sehenswürdigkeiten, darunter auch das beeindruckende Persepolis (rund 40 km vor Shiraz), eine Palastanlage der achämendischen Herrscher (515 v.Chr., Darius der Grosse). In Shiraz angekommen, besuchten wir zuerst den Baq-e-Eram, ein wunderbarer botanischer Garten mit Palmen, Granatäpfel-, Zitrus-und Orangenplantagen. Rosenrabatten, Pinienbäume, Palmen und Zypressenbäume findet man auch. Shiraz liegt in der iranischen Hochebene auf 1540 m.ü.M. umgeben von Bergen.

In der Parkanlage trafen wir eine russische Familie mit zwei Kindern an. Der Vater arbeitet für ein Jahr in Bandar Busher in einer Atomanlage und seine Frau  war mit den Kindern nachgereist.  Wir beschlossen zusammen Mittag zu essen, fanden schnell ein Restaurant und bestellten 2 ganze, gebratene Hühner mit Brot und Cola – ein Festschmaus..

Die Iraner stehen sowieso auf Schnellfood, es gibt viele Pizza, Hamburger und Kebabbuden. Zu jedem bestellten Essen gibt es Ketchup im Überfluss, Ketchup wird in alles reingeschmiert!! (Amerika lässt grüssen)

Nach dem Essen trafen wir die Russen nochmals im Basar, schlenderten durch die Läden, es gibt alles zu kaufen, was das Herz begehrt. Shiraz ist für seine prächtigen, farbigen Stoffe bekannt. Bald mussten wir uns verabschieden, die russische Familie trat  ihre Rückreise mit dem Bus an. (Im Iran verkehren zwischen allen Städten  moderne Cars, mit denen man schnell von einem Ort zum andern kommt). Wir fuhren mit dem Taxi zu unserem Bus und parkierten ihn am noblen Eram Boulevard, einer ruhigen Nebenstasse des Parkes. Am Morgen wurden wir freundlich von den Ahnwohnern begrüsst und Willkommen geheissen. Mit dem Taxi ging`s nach dem Frühstück wieder in die Innenstadt. Erst besuchten wir die alte Stadtfestung mit dem schiefen Turm. Der hat sich wegen dem Wasser oder andere sagen wegen deinem Erdbeben schiefgelegt. In der Festung gibt es verschiedene Kleidungen von Frauen zu sehen, ein Badehaus und HandwerkerInnen/KünstlerInnen zeigt ihr Können.

Nachher besichtigten wir das Mausoleum von Shah Cherag…eine verspiegelte Moschee, die im Innern soviel Licht abgibt, dass man  einfach nur stehen bleibt und schaut..Es hat riesige Kronleuchter, die diese sich an den Spiegeln reflektieren. Hier wird ein Heiliger verehrt und Silvana musste einen Chador überziehen.

Am nächsten Tag machten wir uns auf den Weg ins rund  450 km entfernte Kerman über Berge, Salzseen und Wüstelandschaften…

In Qatruyeh fanden wir einen guten Schlafplatz neben einer Moschee aber wir hatten ganz vergessen, dass ja Muharam war und es ziemlich laut wurde mit Trommelschlägen und Gesang wird getrauert und die Männer peitschen sich selber zum gleichmässigen Trommelschlägen…aber ich glaube nur so als Ritual nicht so fest…und die meisten Frauen laufen mit einem schwarzen Umhang herum, eben dem Chador, um die Trauer zu zeigen. Na ja, irgendwann war dann auch mal Feierabend und wir mussten nur noch die Kinds abwimmeln, die zu Viert oder zu Dritt auf den Motoräder sassen und ständig an unseren Bus klopften und hello zuriefen. Natürlich nur Jungs, denn die Mädchen….ja die sind brav zu Hause!!! Zum Glück beginnt es zu Regnen und die Jungs ziehen sich zurück.

Am nächsten Tag ging es bei Regen ca. 100 km durch eine Wüstenlandschaft (dann ist man mal in der Wüste und es regnet..na so was..). Ziemlich direkt zieht es uns nach  Kerman. Auf dem Parkplatz der  sympatischen, iranischen Parks, die Toiletten/z.T. Duschen und Sitzplätze zur Verfügung stellen, da halten wir kurz vor Kerman an. Wir kochen, essen, spielen und schlafen dann zufrieden ein mit leisem Tröpfeln auf dem Dach unserer Estafettina. Am nächsten Tag geht es zackig nach  Kerman.  Im Hotel Arkhan halten wir an. In diesem sehr netten, sauberen Hotel dürfen wir Internet—Hotspeed—schnell..juhui, Dusche und natürlich die Toilette benutzen und auf dem hintern Parkplatz parkieren und in unserm Büssli schlafen.

Am Mittag essen wir da so richtig feine Hausmannskost. Dann gehen wir auf den Bazar, der soll den Schönsten zählen laut Reiseführer. Die Temperaturen sind leider nicht gerade warm und es wird vorübergehend auch so bleiben. In der Nacht so 6 Grad und am Tag….ja so 15 Grad.

So ihr Leser und Leserinnen bis bald–gute Nacht.. es ist spät 23.00 Uhr;-))

Werni&Silvana&Michi

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