Kirgistan – ein Nomadenvolk

05.Juli

Nach ca. 20 km Niemandsland erreichen wir den Kirgistan Border. Die funkelnden, lachenden Goldzähne der Grenzbeamten heissen uns willkommen. Ein Stempel in den Pass, ein kräftges Händeschütteln und schon ist die Kontrolle vorbei, nach China eine Wohltat. Für Kirgistan braucht man kein Visum. wir fahren durch eine wunderschöne Hochebene, gesäumt von weichgeformten Bergformationen, an einem grossen See entlang. die Strasse ist nicht geteert, aber mehrheitlich gut. Etwa 50 km später passieren wir nochmals eine Grenzkontrolle, winkende Kinder und funkelnde Goldzähne lachen uns an. Wir stechen bald von der Strasse ab und stellen unser Nachtlager in einem Seitental auf. Wir sind müde von den Zollformalitäten (China!) und von der Höhe. die Grenze liegt bei 3500 m.ü.M. die Kinder spielen noch am Fluss, ein paar Murmeltiere pfeifen, wir verbringen eine wunderbare Nacht. Am nächsten Morgen geht es weiter, durch Schluchten, Pässe, gesäumt von Jurten und Bauwagen, wo die Kirgesen den Sommer mit ihren Tieren verbringen. Die Landschaft ist atemberaubend schön. In Kochtor machen wir Halt, finden bald einen Schlafplatz. Am nächsten Morgen besuchen wir den bekannten Handycraft-Laden von kirgesischen Frauen, die Decken, Teppiche und Tücher für die Inneneinrichtung der Jurten produzieren, der Laden fasziniert uns so, dass wir uns kaum mehr losreissen können, auch haben wir wieder mal richtig Souvenirs eingekauf!! Nach dem Mittagessen fahren wir erst nach 15 Uhr ab nach Bishkek, der Hauptstadt Kirgistans. Nach rund 250 km komen wir in Bishkek an und treffen vor dem Guesthouse Radison unsere schwedischen Freunde wieder- wir haben uns in Kochtor verloren. Montag Morgen 8.30 h zur Kazachstan- Botschaft, wo uns ein Zettel entgegen lach t -heute Montag geschlossen!! Ärgerlich fahren wir in die Stadt zurück, wir stellen uns im Zentrum eines Einkaufszentrums (Plaza) auf, ein Tipp von Deutschen, die wir in Kochtor angetroffen haben. Am Dienstag wieder zur Botschaft-Visa-Formular ausfüllen – alles auf russisch – super und niemand spricht englisch, dann quer durch die Stadt mit dem Taxi zur Bank, Visas bezahlen, Passkopien machen und wieder schnell zurück zur Botschaft. Die Visas sollen am Freitag um 18.30 h bereit sein. Wir fahren zu unserem Standplatz zurück, verbringen den Tag mit Shopping, Kirgistan-Museum Besuch. Wir treffen noch Dino und Fabia, zwei Schweizer, die wir in Pokhara angetroffen haben, zum Nachtessen. Am nächsten Morgen fahren wir zur Stadt in den nahgelegenen Nationalpark Ala Archa, wir verbringen zwei erholsame Tage, am zweiten Tag gesellt sich noch ein deutsches Pärchen mit Kleinkind zu unserem Standplatz. Die prächtigen Blumenwiesen und die Tannenwälder erinnern uns an die Schweizer Bergwelt. Am Freitag fahren wir zurück, sind unsere Visas ausgestellt? An der Eingangstüre hängt ein Zettel, dass die Botschaft ab Montag auf unbestimmte Zeit geschlossen sei!! Mit den Visas in der Tasche verlassen wir die Botschaft und fahren zum Hotel der Schweden. Die halbe Familie ist krank im Bett. Wir verabschieden uns von Pia, Milan, Luca und Tanja, mit denen wir den Karakoorom Highway, 5 Tage China und Kirgistan gefahren sind. Mit tränenden Augen trennen sich unsere Wege. Wir müssen nach Almaty (Kazachstan) fahren um das Transit Visa für Russland zu kriegen. Am Samstag treffen auch die Deutschen vom Nationalpark auf dem Parkplatz ein, Dino und Fabia besuchen uns auch noch, mit ein paar Bier begiessen wir unseren letzten Abend in Kirgistan. In diesem Land sind wir herzlich empfangen worden, Kirgistan ist wunderschön, die Kirgesen bringen das Geld nicht zur Bank, sie tragen ihr Kapital im Munde – Goldzähne! Da in Kirgistan gibt es Goldminen. Bishkek ist eine moderne, saubere  Metropole mit ca. 900’000 Menschen, die Frauen hier sind modern gekleidet, chic, viele stolzieren in Abendkleidern herum, meist kombiniert mit Highheels. Haben wir so nirgends in Europa beobachten können – ein Traum für jedes Männerherz! Werni möchte am liebsten hier bleiben – haha!

Werni & Silvana & Michi

 

 

 

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